NOMINIERTE

Theater und Orchester Heidelberg

Nominierung in der Sparte Bauen für die Gemeinschaft

Aus der Jury-Bewertung:
„Die Verschränkung von Neubau und Bestand stellt sich als eine vielgliedrige Einheit dar, die zur Belebung des Stadtkörpers beiträgt.“

Kultureller Mittelpunkt für die Stadt

Der Neubau wurde mit vier der benachbarten historischen Bürgerhäuser verbunden (Foto: Thomas Ott Fotografie Mühltal)

Im Herzen der Altstadt 1853 eröffnet, war das Theater über Jahrzehnte durch An- und Umbauten gewachsen, bis es 2006 wegen baulicher Mängel geschlossen werden musste. Der Entscheidung, das Theater und das Philharmonische Orchester trotz aller räumlichen Einschränkungen am historischen Standort zu belassen und die inzwischen ausgelagerten Abteilungen in einen Neubau sowie in vier der benachbarten historischen Bürgerhäuser einzubinden, folgte im Jahr 2008 ein Wettbewerb. In diesem überzeugte das Konzept eines differenziert ausgebildeten Theaterquartiers als kulturellem Mittelpunkt der Stadt.

Das Flachdach auf schlanken Betonlamellen verbindet die Baukörper (Foto: Thomas Ott Fotografie Mühltal)

Als verbindendes Element von Alt und Neu wirkt ein 8 m hohes Flachdach, das auf schlanken Betonlamellen ruht und die bestehenden Altbauten durch ein gestaltgebendes Stützen- und Trägerraster in den neuen Gesamtkomplex einbindet. Neben einem neuen Bühnenraum wurde der historische Saal aufwändig saniert und mit moderner Technik ausgestattet. Große Fenster von Schreinerei, Malerwerkstatt oder Tanzprobenraum bieten den Passanten die Möglichkeit, Einblicke hinter die Kulissen zu erhalten und sind beste Werbung für das kulturelle Angebot.

Die Säale können miteinander verbunden werden (Foto: Thomas Ott Fotografie Mühltal)
Passanten erhalten Einblicke hinter die Kulissen (Foto: Thomas Ott Fotografie Mühltal)