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Remstalgemeinden: Interkommunale Gartenschau Rems

Sechzehn Städte und Gemeinden gestalten interkommunal den Landschaftsraum Remstal.

Ausgangslage und Probleme

Zwischen den Höhenrücken von Schurwald und Schwäbischem Wald bahnt sich die Rems ihren Weg bis zur Mündung in den Neckar. Im Remstal sind die eng aneinandergereihten Städte und Gemeinden zu einem Siedlungsband verwachsen. Bedingt durch die hohe Siedlungsdichte und das schmale Talprofil prägen die parallel verlaufenden Strecken der Bahnlinie und der Bundesstraße 29 den Verlauf der Rems. Auf engstem Raum hat sich ein starker Wirtschaftsstandort entwickelt, der jedoch die Natur- und Erholungsbereiche an vielen Stellen zurückgedrängt und eingeschränkt hat.

Lösungsansatz und Maßnahmen

Um eine nachhaltige Aufwertung dieses Landschaftsraums Rems zu erreichen, wollten sechzehn Städte und Gemeinden gemeinsam eine abgestimmte Konzeption erarbeiten. Basierend auf dem regionalen Rahmenplan „Landschaftspark Rems“ soll die interkommunale Zusammenarbeit intensiviert werden, um den Fokus nicht mehr nur auf die Belange der eigenen Kommune zu begrenzen, sondern regionale Zielsetzungen zu verfolgen. Die Projekte sollen bei der ersten interkommunalen Gartenschau 2019 präsentiert werden.

Im Rahmen des dezentralen Gesamtkonzepts werden die Maßnahmen der Städte und Gemeinden im Remstal zu einem „Perlenband im Grünen“ zusammengeführt. Das verbindende Element im Landschaftsraum bleibt stets der Verlauf der Rems. Die vielfältigen Angebote werden in unterschiedlichen Handlungs- und Themenfeldern zusammengefasst, die besondere Begabungen des Landschaftsraums widerspiegeln: Mobilität, Kulturlandschaft, Freizeit, Erholung, Kunst und Kultur, Fluss, Wein und Kulinarik.

Ein landschaftsgestalterisches Projekt wird mit den „Natur-Kunst-Räumen Weidental“ umgesetzt, ein konzeptionelles und bauliches Projekt ist der „Remstal-Radweg“. Daneben bringen sich die Städte und Gemeinden mit lokalen Eigenheiten ein, um die Vielfalt im Remstal zu zeigen.

Wirkung und Ausblick

Bis zum Jahr 2019 wird der Natur- und Naherholungsraum im Remstal um vielzählige Attraktionen im städtischen Raum und in der Landschaft erweitert. Mit der Ausrichtung der ersten interkommunalen Gartenschau werden die regionalen Kräfte gebündelt, um den gemeinschaftlichen Ansatz des „Perlenbands im Grünen“ zu realisieren. Die Städte und Gemeinden im Remstal haben die spannende Herausforderung angenommen, in einem beispielhaften Prozess zur Aufwertung der sozialen und ökologischen Funktionen des Naturraums, der sie verbindet, zusammenzuwirken, um für alle Beteiligten eine neue Qualität zu erreichen.

Die regionale Kooperation bei der interkommunalen Gartenschau ist ein Planungs- und Lernprozess, der für die Zusammenarbeit der Kommunen auch in anderen Handlungsfeldern begünstigend wirken kann. Zum ersten Mal wird bei der Projektschau im Jahr 2019 der Zaun um das Gelände einer Gartenschau entfallen.