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Hirrlingen: Sanierung Ortsmitte

Defizite im ortsbildprägenden Gebäudebestand im Ortskern wurden als Chance wahrgenommen, die Mitte der Kommune baulich neu aufzustellen.

Ausgangslage und Probleme

Die Gemeinde Hirrlingen machte sich bereits vor Jahren die Weiterentwicklung des Ortskerns zur Aufgabe. Sie betrachtet es als ihre Pflicht, den Ortskern für die Bevölkerung zu stärken, aufzuwerten und weiterzuentwickeln, um damit die Gemeinde für die Zukunft zu rüsten.

Problematisch war unter anderem, dass zahlreiche ortsbildprägende und denkmalgeschützte Gebäude erhebliche bauliche Mängel aufwiesen. Auch die Ortsstraßen und öffentlichen Plätze waren baulich und funktional mangelhaft. Dadurch wurde das Ortsbild stark beeinträchtigt, latente Funktions- und Imageverluste waren zu befürchten.

Mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen sollte der drohenden Verödung des Ortskerns entgegengewirkt werden. Dabei handelte es sich um Maßnahmen, die auf das Gesamtgefüge der Gemeinde Einfluss nehmen. Hierfür waren nicht zuletzt Verhandlungen mit den Eigentümern, Grunderwerb und Neuordnungen notwendig. Die historische Bausubstanz wurde als Chance gesehen und sollte durch Umnutzungen mit neuem Leben erfüllt werden.

Lösungsansatz und Maßnahmen

Durch vorausschauenden Grunderwerb der Gemeinde waren für Neuordnungen im Ortskern Hirrlingens die notwendigen Voraussetzungen geschaffen. So wurden zum Beispiel der Bau eines Gesundheitszentrums sowie der Neubau der Kreissparkasse möglich. Die soziale Infrastruktur konnte unter anderem durch den Bau einer zentrumsnahen Wohnanlage für Senioren mit der Möglichkeit der Betreuung und der Pflege erweitert werden. Auch gelang durch den Umbau des ehemaligen denkmalgeschützten Ökonomiegebäudes der Schlossanlage die Einrichtung eines Jugend- und Vereinshauses mit Internetcafé. Eine Postagentur wurde in einem bestehenden Geschäft angesiedelt.

Die gesamte Bürgerschaft profitiert von der Schaffung eines Bürgerhauses durch die Sanierung des denkmalgeschützten Schaf-/Farrenstalles. Auch das Rathaus im Schlossgebäude wurde modernisiert. Im Vordergrund standen hierbei die Umorganisation und die Einrichtung eines Bürgerbüros sowie der barrierefreie Umbau des Schlosses. Um das kulturelle Angebot in Hirrlingen zu stärken, wurden in einem Gebäudeteil des Schlosses Räume für die Theatergemeinschaft geschaffen; in den ehemaligen Räumlichkeiten der Kreissparkasse wiederum fand die Bücherei ein Zuhause. Der öffentliche Raum wurde in zentralen Bereichen aufgewertet. Zahlreiche weitere flankierende Maßnahmen zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität wurden durchgeführt.

Wirkung und Ausblick

Aus dem „ruhigen Hirrlinger Flecken“ ist eine lebendige Ortsmitte für alle Generationen und Lebensphasen mit den notwendigen Einrichtungen des täglichen Bedarfs sowie hoher Wohnqualität geworden.

Die Gemeinde möchte auch weiterhin ihr kommunales Profil schärfen und eine nachhaltige Gemeindeentwicklung betreiben. Die lokalen Akteure sollen dabei beteiligt und die Sanierungstätigkeit fortgesetzt werden, wobei auch auf das Engagement Privater gesetzt wird.