Bauwirtschaft

Bei der Bauwirtschaft wird zwischen dem Bauhaupt- und nebengewerbe bzw. dem Ausbaugewerbe unterschieden. Auch kann man zwischen Baugewerbe und Bauindustrie unterscheiden. Auf EU-Ebene wird zwischen Hochbau, Tiefbau sowie vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallation und sonstigem Ausbaugewerbe differenziert.

Ein Gebäude entsteht (Foto: Eleonore Horiot, Fotolia)

Die Vielzahl der Gewerbe, die zur Bauwirtschaft zählen ist groß, aber eben nur ein Spiegel der Bandbreite an Arbeiten, die im Baubereich anfallen. Sie alle aber tragen Verantwortung dafür, Planungen Wirklichkeit werden zu lassen. Letztlich hängt die Akzeptanz oder die Annahme eines Bauwerks eben vom gebauten Ergebnis ab. Der Qualitätsanspruch in der Ausführung ist dementsprechend hoch. 

Mit dem Wandel der Bauaufgaben wandeln sich allerdings auch die Arbeitsschwerpunkte und –formen. Handwerkstechniken sind beispielsweise über lange Zeiträume und auf der ständigen Suche nach der besseren Lösung entstanden. Traditionelle Handwerkstechniken haben deshalb für die Restaurierung von historischen Gebäuden oder die Weiterentwicklung von speziellen Bautraditionen große Bedeutung. 

Das Bild zeigt einen Blick in den Hohlkörper der Kochertalbrücke, in dem Facharbeiter damit beschäftigt sind, Beton auf der Bodenplatte zu verteilen, um diese zu verstärken.
Einbau des Betons der Bodenplattenverstärkung für die Kochertalbrücke
Foto: Leonhardt, Andrä und Partner - Beratende Ingenieure VBI AG

Fachwissen, handwerklich-technisches Geschick und Sorgfalt bis ins Detail ist aber nicht alles, was den Erfolg eines Bauvorhabens ausmacht. Der Baubetrieb von der Gründung bis zur Schlüsselübergabe ist ein hochorganisierter Prozess, bei dem die Einzelleistungen der sog. "Gewerke" aufeinander abgestimmt und entsprechend getaktet sind. Forschung und Entwicklung, z. B. im Bereich der Bautechnik, führen schließlich dazu, dass sich die Arbeitsfelder der Bauwirtschaft dynamisch weiterentwickeln.