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Ravensburg: Umnutzung ehemalige Maschinenfabrik

Statt Abriss entsteht in der ehemaligen Maschinenfabrik ein Gesundheits- und Fitnesszentrum und bringt Leben und positive Ausstrahlung für ein ganzes Quartier.

Bild: Anja Koehler

Bild: Anja Koehler

Bild: Anja Koehler

Bild: Anja Koehler

Bild: Architekturbüro Ludwig

Ausgangslage und Probleme

Die ehemalige Maschinenfabrik in stadträumlich wichtiger Lage zwischen Bahnhofsbereich und Altstadt musste Anfang der 1990er Jahre den Betrieb einstellen, das Areal wurde von einem privaten Investor übernommen. In den ersten zehn Jahren nach der Betriebsaufgabe wurden die Gebäude mit einfachen Nutzungen und einer Mischung aus Gewerbe und Büronutzungen belegt.

Auf dem gesamten Areal gab es einen erheblichen Investitions- und Sanierungsstau. Wie auch der gesamte Bereich der Bahnstadt war es geprägt von dauerhaftem Leerstand und brachliegenden Flächen. Der starke Verkehr an allen Seiten des Areals sowie die ungenügende Erschließung verringerten die Attraktivität zusätzlich. Es ging nun darum, entweder komplett abzubrechen und neu zu bauen, oder aber den Gebäudebestand schrittweise zu sanieren.

Lösungsansatz und Maßnahmen

Der Investor entschied sich dafür, das Areal auf der Basis eines mit der Stadt abgestimmten Gesamtkonzeptes Zug um Zug zu sanieren und aufzuwerten. Für die Baumaßnahmen in den ehemaligen Industriehallen waren intensive Auseinandersetzungen mit den vorhandenen Gebäudestrukturen notwendig. Die Gebäude mussten verändert und behutsam ergänzt werden, um die neuen Nutzungsanforderungen erfüllen zu können. Hierbei konnte man für viele Bedürfnisse in enger Abstimmung mit den künftigen Nutzern individuelle Lösungen entwickeln.

Mit dem ersten Bauabschnitt „Radius“ wurde ein neuer Gesundheitsstandort geschaffen - Therapie, Fitness, Wellness - und die Öffentlichkeit ins Quartier geholt. Die alte Maschinenfabrik wurde auf diese Weise wieder in die Stadt integriert und der historische Standort neu geprägt und belebt. Das Gebäude folgt auch im Inneren dieser Strategie: Die Industriearchitektur der Halle wird gezeigt und bildet mit den neuen Einbauten für den Gesundheitsanbieter eine neue Qualität von besonderer Atmosphäre für die Benutzer. Mit dem zweiten Bauabschnitt wurde diese Entwicklung fortgesetzt und verstärkt. Durch das Ärztehaus entstanden neue Fußwege ins Quartier und von der Stadt zu den neuen Nutzungen in der Bahnstadt. Alle Maßnahmen wurden eng mit den Zielen der Stadt Ravensburg abgestimmt.

Wirkung und Ausblick

Von der Bevölkerung wird das Projekt gut angenommen. Das Areal strahlt positiv in die Stadt hinaus, neue Wege und Beziehungen werden ermöglicht. Das Projekt bildet einen Brückenschlag zwischen der Ravensburger Altstadt und dem Bahnhofsbereich und unterstützt dadurch auch die Bemühungen der Stadt zur Aufwertung der Bahnstadt.

Durch den zweiten Bauabschnitt wurde auf die Nachfrage im Gesundheitssektor reagiert und der Standort weiter gestärkt. Es soll auch weiterhin ein Nebeneinander von Alt und Neu im Areal möglich sein, sowohl baulich als auch in Bezug auf die Nutzungen. Bestehende Betriebe wie Büros, Praxen und Kleingewerbe sollen nicht vertrieben werden.