Beirat

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucher­schutz

Die Stärken des Ländlichen Raums auszubauen und gleichzeitig nachteiligen Folgen des Strukturwandels entgegenzuwirken, ist Aufgabe und Ziel verschiedener Förderprogramme des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR). Eine Gemeinsamkeit der Förderprogramme ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern, Gemeinden, Unternehmen und weiteren gesellschaftlichen Akteuren.

Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum

Mit dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) unterstützt das MLR die nachhaltige Strukturentwicklung vor allem in Gemeinden des Ländlichen Raums. Gefördert werden Projekte aus den vier Förderschwerpunkten Innenentwicklung/Wohnen, Grundversorgung, Arbeiten und Gemeinschaftseinrichtungen.

Lebendige Ortskerne, zeitgemäßes Leben und Wohnen, eine wohnortnahe Versorgung sichern sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen, sind die zentralen Ziele des ELR. Im Fokus des ELR steht die Nutzung innerörtlicher Potentiale sowie die Schaffung von Wohnraum durch Gebäudeumnutzungen, Modernisierungen, Aufstockungen und Neubauten in Baulücken. Die Sicherung der Grundversorgung, dazu zählen beispielsweise Gaststätten und Bäckereien, ist ein zunehmend wichtiger Förderaspekt.

Eine nachhaltige und qualitätsvolle Innenentwicklung benötigt passende Strukturen, Dialog und Überzeugungsarbeit. Deshalb wird im ELR seit Jahren auch die Durchführung von Beteiligungs- und Mitwirkungsprozessen unterstützt. Gefördert werden auch Projekte in interkommunaler Zusammenarbeit, auch hier ist häufig Überzeugungsarbeit nötig.

Klimafreundliche Bauweisen werden im ELR besonders gefördert. Bei überwiegendem Einsatz nachwachsender, CO2-speichernder Rohstoffe in der Tragwerkskonstruktion wird ein Förderzuschlag gewährt. Häufig ist das bei Baumaßnahmen mit dem vielseitigen Baustoff Holz der Fall.

Mehr Informationen finden Sie unter: ELR

Erweiterung eines Landgasthofes in Argenbühl-Eglofs
Foto: orgeldinger media group

Forum erlebnis:holz - Holzbau aus Weißtannenholz mit Schindeldach
Foto: Martin Baumgartner

Denkmalgerechter Umbau und umfassende Sanierung in Sinsheim-Adersbach
Foto: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

Umnutzung eines landwirtschaftlichen Anwesens zum Gasthof in Amstetten-Stubersheim
Foto: orgeldinger media group


 

Baukultur im Ländlichen Raum

Lebendige Orts- und Stadtkerne, einladende Plätze und Grünanlagen, intakte Infrastrukturen – Baukultur in ihrer regionalen Vielfalt prägt die Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden und hat daher strukturpolitische Bedeutung nicht nur im Ländlichen Raum.

Baukultur schafft Identität und verkörpert Heimat. Doch gerade in unseren ländlichen Dörfern und Gemeinden wirken sich gesellschaftliche Veränderungen stärker auf die gewachsenen Strukturen aus. Viele ortsbildprägende Gebäude, wie Scheunen oder Gasthäuser aber auch Rathäuser und Schulen, stehen leer. Die Zukunft der Gemeinden liegt im Bestand. Das wirkt einer Verödung der Ortsmitte entgegen und stoppt den sogenannten Donut-Effekt. Auch mit Blick auf den Wohnungsbau ist es ökologisch und ökonomisch sinnvoll, das innerörtliche Potenzial noch mehr zu nutzen. Mit unseren Förderprogrammen wollen wir ländliche Gemeinden dabei unterstützen, passende Lösungen für den Erhalt, die Pflege und die Weiterentwicklung der örtlichen und regionalen Baukultur zu finden.


Holzbau-Offensive Baden-Württemberg

Baden‐Württemberg bietet mit seinen Wäldern und dem dort nachwachsenden, nachhaltig bewirtschafteten Rohstoff Holz als Waldland ideale Bedingungen für ein Holzbauland. Seine überwiegend im ländlichen Raum angesiedelten Holzbaubetriebe sind ein starker Motor für innovative Entwicklungen und impulsgebend für Europa. Das Interesse am modernen Holzbau in architektonisch attraktiven Ausprägungen hat beträchtlich zugenommen. Holzbau ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Politik des Landes greift diese Entwicklung mit ihrer Holzbau‐Offensive auf und setzt weitere Impulse.

Mehr Informationen zur Holzbau-Offensive des Landes finden Sie: hier

„Stuttgarter Holzbrücke“ - Fußgänger- und Radbrücke in Weinstadt im Remstal
Foto: Harald Wetzler

Holzschindeln – traditioneller Baustoff für Dach und Fassade in vielen Regionen
Foto: Jan Bulmer


 

Clusterinitiative Forst & Holz Baden-Württemberg

Im Rahmen der Clusterinitiative Forst & Holz Baden-Württemberg fördert das MLR die Vernetzung und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen sowie zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Dabei kommt dem Holzbau eine besondere Bedeutung zu. Besonders innovative Holzbau-Vorhaben, die modellhaften Charakter haben, können über das Holz-Innovativ-Programm auch mit Mitteln der Europäischen Union unterstützt werden. Informationen zum Förderprogramm stehen auf www.efre-bw.de zur Verfügung.

Zur Weiterentwicklung der Baukultur im urbanen und ländlichen Raum kooperiert das MLR eng mit der proHolzBW. Diese kümmert sich um die Förderung der Holzverwendung in Baden-Württemberg. Hierzu führt sie auch Veranstaltungen und Fachtagungen durch. Die landesweit bedeutende Fachtagung Holzbau findet jährlich statt und wendet sich an alle im Holzbau Planenden und Interessierten. Mehr unter www.proholzbw.de

Auszeichnungs- und Wettbewerbsverfahren

Unter Mitwirkung des MLR, der Clusterinitiative Forst & Holz von ForstBW und des Landesbeirats Holz e.V. findet alle drei Jahre die Auslobung zum Holzbaupreis Baden-Württemberg in mehreren Kategorien und mit zahlreichen Sonderpreisen statt. Die Preisträger werden in einer Broschüre veröffentlicht. Mehr Informationen zum Holzbaupreis finden Sie unter www.holzbaupreis-bw.de