Collegium Academicum in Heidelberg
Aus der Jury: „Das Projekt basiert auf einem außergewöhnlich hohen Maß an Eigeninitiative und Engagement der Bewohnerinnen und Bewohner und ermöglichte ihnen, neue Dinge zu lernen und Selbstwirksamkeit zu erfahren.“
nominiert in der Sparte Prozess und Initiative
Das Collegium Academicum in Heidelberg ist ein selbstinitiiertes, selbstentwickeltes und selbstverwaltetes Wohnprojekt von und für junge Menschen in Berufsausbildung, Studium oder Promotion. Das Projekt basiert auf einem außergewöhnlich hohen Maß an Eigeninitiative und Engagement der Bewohnenden und ermöglichte ihnen, neue Dinge zu lernen und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Dabei übernimmt die ehrenamtliche Projektgruppe nicht nur eigenverantwortliche Aufgaben in der Mietverwaltung und Instandhaltung, sondern führte auch einen großen Teil der Baumaßnahmen in Eigenregie durch. So entstand durch den Prozess ein vierstöckiger Holzbau, der sich konsequent an den Nachhaltigkeitsstrategien der Effizienz, Konsistenz und Suffizienz orientiert. Durch seine verschiebbaren Wandelemente werden flexible Umbauoptionen und Anpassung der individuellen Wohnflächen zugunsten von mehr Gemeinschaftsflächen bei immer wieder wechselnden Bewohnerinnen und Bewohner ermöglicht. Das Gebäude wurde in Holz-Bauweise mit Holz-Holz-Steckverbindungen errichtet. Als Passivhaus mit Fernwärme und PV-Anlage ist es stromautark. Verschiedene Förderungen und das Mietshäuser Syndikat ermöglichten das Projekt. Das Collegium Academicum steht beispielhaft für Prozesse, welche die Mieterinnen und Mieter bei der Entwicklung, Planung, Realisierung und dem Betrieb von Wohngebäuden intensiv miteinbeziehen und so einen großen Mehrwert schaffen.