Neue Leipzig-Charta Die transformative Kraft der Städte für das Gemeinwohl
Die „Neue Leipzig-Charta“ wurde Ende November 2020 beim informellen Treffen der Stadtentwicklungsministerinnen und -minister der EU-Mitgliedsstaaten beschlossen. Sie aktualisiert die „Leipzig-Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“ aus dem Jahr 2007.
13 Jahre liegen zwischen der Verabschiedung der „Leipzig-Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“ aus dem Jahr 2007 und ihrer aktuellen Fortschreibung, der „Neuen Leipzig-Charta“. Eine recht kurze Zeitspanne, die eindringlich vor Augen führt, wie dynamisch die Veränderungsprozesse und tiefgreifend die Herausforderungen sind, vor denen die Gesellschaften weltweit stehen.
Bereits mit der Leipzig-Charta von 2007 wurden Prinzipien einer integrierten Stadtentwicklungspolitik für die nachhaltige europäische Stadt formuliert. Diese besondere Perspektive der Leipzig-Charta, soziale, ökonomische, ökologische und (bau-)kulturelle Ziele miteinander zu verbinden und in einen räumlichen, sektoralen und zeitlichen Ausgleich zu bringen, wurde mit der „Neuen Leipzig-Charta“ bestätigt, bekräftigt und fortgeschrieben.
Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen (früher “Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau”) stellt mit einer Broschüre die „Neue Leipzig-Charta“ ausführlich vor und gibt viele Anregungen aus und für die städtebauliche Praxis. Sie soll Inspiration und Impulsgeber sein und damit einen hilfreichen Beitrag zur zukunftsgerechten, gemeinwohlorientierten Entwicklung der Städte und Gemeinden leisten.
Die Neue Leipzig Charta war zudem zentrales Thema der Netzwerkkonferenz Baukultur 2021. Hierzu ist eine Dokumentation verfügbar.