Olgaareal, Stuttgart AchtTische bei MaxAcht
Erfahrungen der Baugemeinschaften mit dem Vergabeverfahren für die Grundstücke; Rückblick und Fazit.
Aktionstag „Lange Tafeln der Baukultur" – Olgaareal, Stuttgart: AchtTische bei MaxAcht
Veranstalter: BG MaxAcht
Bericht von Jürgen Naverschnigg:
"Wir haben uns über alle gefreut, die sich an einem heißen Freitagnachmittag an unseren Tisch gesetzt haben und mit uns über Baukultur reden wollten. Vielen waren neugierig, was die Bundesstiftung Baukultur macht und wie das heutige Treffen zustande gekommen ist. Wir haben erzählt was uns bewegt, warum wir am Aktionstag der Bundesstiftung teilgenommen haben und was Baukultur für die Bewohner von MaxAcht bedeutet.
Was hat die Besucher interessiert?
Es wurde darüber gesprochen, wie das Olga-Areal entstanden ist. Von Interesse war besonders wie das 2-stufige Vergabeverfahren der Grundstücke durch die Stadt Stuttgart für private Baugemeinschaften abläuft und welchen Aufwand die Baugruppen betrieben haben.
Was fällt den Besuchern auf?
Im Olga-Areal werden besonders die Qualitäten der Freiflächen und Wege angesprochen. Es gibt mit dem Wegekreuz, den Innenhöfen und den Spielplätzen mehrere Orte für die unterschiedlichen Nutzer und Zielgruppen. Die Spielplätze sind vorwiegend für Kinder, auch aus der Nachbarschaft. Die Bewohner*innen schätzen den Aufenthalt in den Innenhöfen, teilweise mit eigenen Gartenflächen. Auf den autofreien Wegen (Wegekreuz) bewegen sich alle gleichermaßen, begegnen sich und finden Veranstaltungen statt. Hier fand auch die Veranstaltung AchtTische bei MaxAcht statt.
Was hätte man aus heutiger Sicht besser machen können?
An den Rändern der Wege und auf den Spielplätzen ist zu wenig grün. Die Belagsflächen heizen sich im Sommer sehr stark auf und strahlen die Wärme ab. Insbesondere an heißen Tagen wären mehr Bepflanzung und weniger versiegelte Fläche hilfreich gewesen. Viele Dachflächen sind ohne Nutzung. Bereits bei der Entwicklung des Olga-Areals wurde intensiv darüber diskutiert in welchem Maße die Nutzung der Dachflächen erlaubt sei. Ungenutzte Dachflächen und Restflächen durch Staffelgeschosse geben teilweise ein eher nüchternes und trostloses Bild ab.
Mit dem heutigen Blick wäre eine intensivere Dachnutzung, und eine stärker Begrünung der Dächer wünschenswert gewesen.
Eine konkrete Frage war auch ob sich der Aufwand für die Baugruppen gelohnt hat und ob wir das nochmal machen würden.
Fazit: gelohnt hat es sich allemal, mit dem autofreien Quartier, der intakten Nachbarschaft, der freundschaftlichen Hausgemeinschaft und den vielen Geschichten, die wir davon erzählen können."