Wessenbergschule, Konstanz Zu schön um leer zu sein
Die Suche einer Nachnutzung für das denkmalgeschützte Gebäudeensemble
Aktionstag „Lange Tafeln der Baukultur" – Wessenbergschule Konstanz
Veranstalter: Kammergruppe Konstanz der Architektenkammer BW
Bericht von Philipp Kupprion:
"Im Rahmen des bundesweiten Aktionstags „Lange Tafeln der Baukultur" haben wir auf die Zukunft der Wessenbergschule aufmerksam gemacht. Im Jahre 2030 zieht der derzeitige Nutzer aus, eine Nachnutzung für das denkmalgeschützte Gebäudeensemble steht bislang nicht fest. Trotz ihrer prominenten Lage ist die Schule unter den Konstanzer Bürgerinnen und Bürgern kaum bekannt. Als Auftakt einer geplanten Veranstaltungsreihe diente das Event dazu, das Thema in Konstanz sichtbar zu machen, potenzielle künftige Nutzergruppen anzusprechen und ins Gespräch zu kommen. Den ganzen Nachmittag über konnten die Besucher die Wessenbergschule besichtigen, sich über den aktuellen Stand informieren und Ideen für eine künftige Nutzung diskutieren und hinterlassen. Im Vorfeld hatten wir dafür umfangreiche Informationen aufbereitet: Der Eventflyer gab Auskunft über die Historie, den aktuellen Stand und die Vision, ergänzt durch 2 Führungen – unter anderem von Frank Mienhardt, Leiter der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Konstanz.
Besonders wichtig war uns, die Gedanken und Ideen der Besucher aufzunehmen. Diese wurden auf Plakaten und Pinnwänden gesammelt und im Nachhinein aufbereitet. Die rund 100 Gäste äußerten sich durchweg positiv und beteiligten sich aktiv mit Ihre Idee (siehe Liste). Über ein Drittel trugen sich in unsere Adressliste ein, um weiter informiert zu bleiben oder sich zukünftig einzubringen.
Fazit
Trotz der hohen Temperaturen sind wir mit der Besucherzahl durchaus zufrieden – vor allem, weil viele Gäste darunter waren, die uns zukünftig weiterhelfen können oder einen wichtigen Beitrag leisten können: der für das Gebiet zuständige Stadtplaner, der Leiter des Denkmalamtes und Gemeinderäte, um nur einige zu nennen.
Die Veranstaltung hat spürbar dazu beigetragen, dass das Thema unter den Bürgern und in den Ämtern stärker wahrgenommen wird. Die gewonnenen Erkenntnisse und Ideen sind hilfreich, und wir fühlen uns in unseren Gedanken bestätigt. Ebenso wichtig ist die Vernetzung, insbesondere mit Personen die schon Erfahrungen mit solchen Projekten haben, oder einen wichtigen Beitrag leisten können."